Die 20er*innen verändern den Bezirk positiv. Wir engagieren uns für Verkehrsberuhigung, Verbesserung des Radnetzes und der Fußwege, die Gestaltung von Freiräumen, mehr Grün und Freiflächen, die Erhöhung der Aufenthaltsqualität, die Herstellung eines freundlichen Miteinanders und ein lebendiges, vielfältiges kommerzielles und kulturelles Umfeld. Wir sind unabhängig und neutral. Machen Sie mit. Link zu Facebook.

22.09.21: Demo auf der Wallensteinstraße

Unser Bezirksvorsteher hat im Juli 2020 einen Dialog zur Erneuerung der Wallensteinstraße versprochen, diesen jedoch nicht eingeleitet. Anfragen dazu wurde bisher negiert. Der Niedergang der Wallensteinstraße ist seit 15 Jahren mediales Thema, und sowohl der SPÖ20 als auch dem Bezirksvorsteher bekannt. Wie den jüngsten Stellungnahmen von Erich Valentin (Mobilitätsbeauftragter der SPÖ Wien) zu entnehmen ist, soll die Wallensteinstraße das Tor zum Nordwestbahnviertel werden. Dem Offenhalten der Wallensteinstraße für den zukünftigen MIV wird dabei eine Priorität zugesprochen. Eine weitere Verkehrsbelastung mit zusätzlich etwa 10.000 KFZ pro Tag ist absehbar. Leidet die Wallensteinstraße schon jetzt unter einer hohen Verkehrsbelastung und einer geringen Aufenthaltsqualität, so wird sich dieses Negativ-Szenario dadurch noch verstärkt.

Wir fordern - wie versprochen - ein partizipatives Verfahren zur Neugestaltung der Wallensteinstraße. Bäume, Einbindung des alternativen Verkehrs, Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Aufenthaltsqualität können diesen verloren gegangenen Raum wieder aufwerten. Am Mittwoch den 22.09.21 spannen wir um 18.00 ein Banner über die Wallensteinstraße, womit Lösungen für einen neuen Querschnitt der 23 Meter breiten Straße angezeigt werden.

Es gibt keine sachlichen Argumente, die gegen eine Neugestaltung der Wallensteinstraße sprechen. Die Weigerung zum Dialog und zur Verbesserung dieser zentralen Straße im 20.en wurzelt alleine in der Absicht, dem MIV in der Nutzung des öffentlichen Raumes absoluten Vorrang zu geben. Helfen Sie mit, andere Wege aufzuzeigen. Die Aktion wird in Kooperation mit "Platz für Wien" und "Geht doch Wien" durchgeführt.

3.9.21, Radeln for Future

Wallensteinplatz Um 18.00 trafen sich mehr als 100 Radler*innen am Wallensteinplatz, um auf die Probleme in der Wallensteinstraße aufmerksam zu machen. Roland Romano von der Fahrradlobby wies in seiner Rede darauf hin, dass seit vielen Jahren die Forderung und Planung bestünden, die Wallensteinstraße in  das Hauptradwegenetz  einzubinden, jedoch bisher nichts unternommen wurde. Die 20er*innen berichteten darüber,  dass das "Sterben" der Wallensteinstraße schon seit über 15 Jahren in den Medien diskutiert wird, etwa seit der Zeit, als Herr Derfler sein Amt als Bezirksvorsteher antrat. Offensichtlich hat diese öffentliche Diskussion bei der Bezirksverwaltung keinen Niederschlag gefunden. Im Jahr 2017 wurde das bezirksübergreifende Konzept der "Flaniermeile Wallensteinstraße" von Herrn Derfler abgelehnt, obwohl dafür Finanzierungen vorhanden waren. Schade, denn hier wurde eine große Chance verpasst, und ohne sachliche Gründe eine Verbesserung der Situation für die Anrainer*innen verhindert.. 

Wir danken den Organisatoren von Radeln for Future (in Hinkunft jeden ersten Freitag im Monat mit einer neuen Route) für die Organisation und für die tolle Stimmung bei der Fahrt vom Alten AKH zum Protestlager Hirschstetten.

6.7.21, Mehrheit für Verkehrsberuhigung

Eine deutliche Mehrheit der Befragten stimmt für eine Verkehrsberuhigung in der Wallensteinstraße. Mit über 400 Teilnehmenden ist diese Umfrage weitaus erfolgreicher, als die vom Bezirk 2020 durchgeführte Befragung von Anrainer*innen in der Othmar- und Heinzelmanngasse, wo insgesamt ca. 290 Menschen teilnahmen. Leider findet der Bezirk keine Zeit, diese Unterschriften entgegenzunehmen, und hat uns mit unserer Anfrage Ende Juni auf den Monat August vertröstet. Einige Anrainer*innen haben sich deshalb am 30.6.21 abends am Wallensteinplatz versammelt (s. Foto), um dagegen zu protestieren. Trotz Sturm und starken Regens kamen ca. 50 Menschen, und skandierten: "Lieber BV Derfler, lass uns nicht im Regen stehen."

14.-22.6.21, Umfrage Verkehrsberuhigung Wallensteinstraße

Die Wallensteinstraße gehört zu den Straßen mit dem höchsten motorisierten Verkehrs­aufkommen im Bezirk. Lärm- und Abgasbelastung sind die Folge. Häufige Tempolimitüberschreitungen führen zu gefährlichen Situationen für alle Verkehrsteilnehmer*innen.

Mit dieser Umfrage wollen wir herausfinden, wie die lokale Bevölkerung zu dieser Situation steht bzw. ob verkehrsberuhigende Maßnahmen eine Mehrheit finden würden. Diese Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sollen gemeinsam mit Anrainer*innen und Verkehrsexpert*innen ausgearbeitet werden - Ihre Ideen und Wünsche sind gefragt! Folgende Maßnahmen können hier unter anderem angedacht werden: Verbreiterung der Gehsteige, Baumpflanzugen und Begrünungen, Begegnungszonen, Errichtung von Radwegen, mehr Platz für Kinder, Temporeduktionen etc.

Listen zum Unterschreiben liegen im Frame und in der Hazienda auf.


12.6.21, Hannovermarkt: Tausende KFZ-Delikte pro Samstag, 

Weil es seit Jahren am Hannovermarkt schlimme Auswüchse des motorisierten Verkehrs gibt, haben Anrainer*innen am Samstag den 12.Juni 2021 zw. 11.00 und 12.00 an 5 Beobachtungspunkten rund um den Hannovermarkt die Vergehen von KFZ-Lenker*innen festgehalten*.

Innerhalb einer Stunde wurden an den ausgewählten Orten Kreuzung Hannovergasse/Webgasse, Othmargasse ggü. 40-46, Hannoverg. 19-29, Kreuzung Hannoverg./Gerhardusgasse, Parkschleife Hannovergasse ca. 120 Strafdelikte registriert. Hochgerechnet auf einen ganzen Tag (der Marktbetrieb ist von 6:00-18:00) kann aufgrund der unterschiedlichen Verkehrsdichte von mindestens 1000 Delikten ausgegangen werden, wobei diese Zahl zumindest zu verdreifachen wäre, wenn man die Beobachtungspunkte enger setzen und auch noch die Nebenstraßen miteinbeziehen würde. 

Dieses Fehlverhalten geht zu Lasten der schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen, der Anrainer*innen, aber auch der Zu-Fuß-Kund*innen des Marktes.

Die Bezirksvertretung meint seit Jahren, dass dieses Verkehrschaos durch Polizeipräsenz geregelt werden könnte. Diese Annahme ist offensichtlich falsch, da nach unserer Beobachtung diese Vergehen nur in den seltensten Fällen geahndet werden (können). Denn dazu wäre eine Dauerpräsenz von mehreren Beamt*innen notwendig.

Deshalb fordern die Bürger*innen drastische Maßnahmen, um das Gebiet um den Markt wieder lebenswert zu machen: 1. Errichtung einer Fußgänger-Zone beim Markt, 2. Einbeziehung der Tiefgarage in den Marktbetrieb, 3. Neu-Organisation des Lieferverkehrs, 4. Diversifizierung der Angebotspalette (Bio, Regionales, Fair-Trade, etc.) 5. PR-Maßnahmen für eine Verkehrswende vor Ort

* vermerkt wurden 11 häufig auftretende Delikte, obwohl es darüber hinaus durchaus auch noch andere Vergehen festzustellen waren. Festgehalten wurden das Kennzeichen, die Marke, Farbe, Ort und Uhrzeit des betreffenden Fahrzeuges.Die Vergehen waren:

A) Halten/Parken 2. Spur B) Hupen C) Halten/Parken Einfahrt D) Halten/Parken mit laufendem Motor E) Halten/Parken im Halteverbot F) Aufheulen des Motors G) Kein Anhalten vor Zebrastreifen H) Vorrang nicht beachtet I) Behinderung des Verkehrs/Rücksichtlosigkeit J) Halten auf dem Fahrradstreifen, K) Missachtung des Geradeaus-Fahrgebotes in der Parkschleife

30.5.2021, Teilnahme an der RADPARADE

Mehr als hundert Menschen haben sich am Sonntag den 31.5.2021 am Gaußplatz versammelt, um gemeinsam an der großen Radparade am Ring teilzunehmen. Damit hat auch der 20. Bezirk ein kräftiges Zeichen für das Radeln als Mobilitätsform in der Stadt gesetzt.

Es ist leider vielen schmerzlich bewusst geworden, dass die gegenwärtige Bezirksvertretung seit vielen Jahren  die Entwicklung des Radverkehrs verzögert. Seit dem Jahr 2011 wurde kein einziger Meter Radweg mehr gebaut, und damit die Anpassung des Hauptradwegenetzes an die Erfordernisse des gegenwärtigen Fahrradbooms unterbunden. Bestehende Radstreifen sind teilweise nicht mehr benutzbar, weil sie oft vom Autoverkehr blockiert werden (s. Radstreifen am Hanovermarkt). Die Verlängerung des Radstreifens über die Friedensbrücke in die Wallensteinstraße wurde auf Wunsch des Bezirksvorstehers verhindert. Anscheinend ist die Notwendigkeit, Maßnahmen für den Klimawandel zu setzen, noch nicht im Bezirksamt angekommen.

15.5.2021, Dialog Neugestaltung Wallensteinstraße

Vor den Bezirkswahlen im Sommer 2020 hat der Bezirksvorsteher den 20er*innen einen Dialog zur Gestaltung der Wallensteinstraße versprochen. Bisher wurde dieses Versprechen nicht eingelöst, weshalb die Bürger*innen nun gemeinsam mit den Anrainer*innen rund um die Wallensteinstraße eine Umfrage zu Verkehrsberuhigungsmaßnahmen vor Ort durchführen werden, um damit den Dialog zu der längst überfälligen Neugestaltung dieser traditionellen Einkaufsstraße anzukurbeln.

Offener Brief, 1000 Bäume für den 20.en

Versprechen aus der Klima-Offensive einhalten!

Herr BV Hannes Derfler hat sich in seinem Interview mit der Bezirkszeitung, welches am 22.12.2020 veröffentlicht wurde, dazu bekannt, die Klimaschutzmaßnahmen des Regierungsprogramms der Stadtregierung umzusetzen. Im Regierungsprogramm der Stadt steht, es sollen in der nächsten Legislaturperiode 25.000 neue Bäume an bis zu 3000 neuen Standorten gepflanzt werden. Auch die Koalition (NEOS und SPÖ) hat sich kürzlich neuerlich dazu bekannt. Im April 2021 wurde beschlossen, dass € 100 Millionen für die Bezirke an Klimaförderung aus einem zentralen Budget zur Verfügung stehen.

Da viele Straßenzüge im 20. Bezirk keine Bäume aufweisen (s. Baumkataster) , und dieser vom Klimawandel besonders betroffenen ist, ist die Pflanzung neuer Bäume hier dringend erforderlich. Der adäquate Anteil für den 20.Bezirk aus dieser Baumoffensive beträgt bei 4,5% Bevölkerungsanteil 1130 Bäume, nach Bezirken gesplittet (25000: 23) sind es 1086 Bäume. Wir fordern zumindest 1000 Bäume für die nächsten 4 Jahre - das wäre die Pflanzung eines Baumes an jedem Wochentag in den kommenden vier Jahren! Die vordringlichsten Pflanzungen wären an folgenden Orten vorzunehmen. Darüber hinaus erstellen wir einen Baumwunsch-Kataster (bitte per Mail Standort benennen) für den 20. Bezirk, worin Bewohner*innen ihre Wünsche für die nächsten Jahre eintragen können:


2.10.20, autofreier Vorplatz ILB Brigittenau

Die 20er*innen forderten gemeinsam mit Eltern, Platz für Wien und Geht-doch-Wien eine Gestaltung des Vorplatzes der Integrativen Lernwerkstätte Brigittenau. und Tempo 30 in der Hellwagstraße, die momentan auf ihrer gesamten Länge einen hochfrequentierten Schulweg darstellt.

Bei der ILB bächte ein autofreier Vorplatz einen Riesengewinn für die Schule und die Schülerinnen, aber auch für das gesamte Grätzl. Mit einem Schlag wäre der Zugang zum Allerheiligenpark verkehrsbefreit, und die Parkanlage in das Schulgelände integriert. Momentan würde dieser Platz dringend für den Unterricht im Freien benötigt (s. Covid 19). 

Die Unterbrechung des Transit ist problemlos möglich, und erhöht die Sicherheit auf dem gesamten Schulweg entlang der Hellwagstraße. An der Ampel vor der Schule, die den Übergang zum Park sichern soll, können täglich sehr prekäre Szenen beobachtet werden, und dies sollte längst der Vergangenheit angehören.

2.10.20, Autofreier Schulvorplatz Integrative Lernwerkstätte Brigittenau


Am Freitag 2.Okt. 2020 ab 14.00 gehen wir für zusammen mit Platz für Wien für einen autofreien Schulvorplatz vor der Integrativen Lernwerkstätte Brigittenau auf die Straße. Vorbild dafür ist die Schulgasse im 18. Bezirk und die wienweite Forderung, alle Schulen nach derartigen Umgestaltungsmaßnahmen zu prüfen. Obwohl der Bezirk schon seit Jahren verkündet, dass in allen Nebenstraßen Tempo 30 besteht, ist die Nebenstraße Hellwagstraße vor der Schule nach wie vor mit Tempo 50 befahrbar. Wir fordern auf dem von Kindern hochfrequentierten Schulweg Tempo 30 und einen autofreien Schulvorplatz, damit die Kinder ohne Gefährdung direkt in den gegenüberliegenden Allerheiligenpark können.
Bitte nehmt Euch für diesen Termin Zeit, kommt auf Kuchen und Kaffee vorbei, und verhelft unserer Forderung zu mehr Öffentlichkeit.

5 Forderungen an den Bezirk, Hannes Derfler antwortet

Die 20er*innen haben im September 5 Forderungen an den Bezirk gestellt, und Bezirksvorsteher H. Derfler dazu befragt. In wesentlichen Punkten gibt es leider keine Bewegungen in der Haltung des Bezirksvorstehers, allerdings wurden kleinere Zugeständnisse gemacht:

Positiv:

- Radrouten sollen etwa in der Treugasse, Universumstraße, Lorenz-Müller-Straße sobald wie möglich umgesetzt werden. 

- Zur Wallensteinstraße soll im Dezember eine Dialog mit Bürger*innen, Magistraten, der Politik und Expert*innen gestartet werden.

- Bäume können überall dort gepflanzt werden, wo keine technischen Hindernisse bestehen (etwa in der Parkschleife Hannovergasse, am Bauernmarkt Hannovermarkt, in der Waldmüllergasse)

- Wohnstraße Othmargasse und Coole Straße Plus (PLUS = mit Verkehr!) Heinzelmanngasse sollen kommen

Negativ:

- keine baulichen Maßnahmen für verkehrsberuhigte Wohnquartiere an anderen Orten

- kein Ausbau des geplanten Hauptradwegenetzes (Adalbert-Stifter Straße, Jägerstraße, Wallenssteinstraße, etc.)

- Begegnungszonen, FUZO´s und Coole Straßen sind im 20. Bezirk nicht geplant

- Baumscheiben und Grün sind derzeit für die Wallensteinstraße nicht möglich

- für ein übergeordnetes Verkehrskonzept sieht sich der Bezirk nicht zuständig

Mehrheit stimmt für Wohnstraße Othmargasse

Die 20er*innen haben schon im Juni bei der Vorstellung ihrer Petition für eine Mobilitätswende in der Brigittenau im Rathaus eine Bürger*innenbefragung zu einer Fußgängerzone gefordert. Nach einigen Verzögerungen wurde diese nun durchgeführt (jedoch über die Einrichtung einer Wohnstraße). Trotz der fragwürdigen Abstimmungsmodalitäten (im ersten Durchgang haben nur drei Häuser in der Othmargasse mitabstimmen dürfen, und die Befragung wurde mitten in die Urlaubszeit gesetzt – die 20er*innen haben hier beim Bezirk interveniert), und trotz der manipulativen Formulierungen im Schreiben hat sich eine überwältigende Mehrheit für die Wohnstraße, und damit für eine Verkehrsberuhigung entschieden. (JA 211, NEIN 82, 72% positiv).

27.7.20, Befragung Wohnstraße und Coole Straße (bis 12. August)

Mitten in der Urlaubszeit hat der Bezirk eine Anrainer*innen-Befragung über zwei verkehrstechnische Umwidmungen in der Brigittenau eingeleitet. (Wohnstraße Othmargasse, Coole Straße Heinzelmanngasse!)

 Auch wenn die Einrichtung einer Wohnstraße in der Othmargasse kaum eine verkehrsberuhigende Wirkung entfalten wird, weil sich zu wenige KFZ-Nutzer*innen an das Durchfahrtsverbot einer Wohnstraße halten (wie das täglich auf der Wohnstraße vor dem Bezirksamt zu beobachten ist), befürworten die 20er*innen grundsätzlich jeden Versuch, die Lage zu beruhigen, und treten deshalb auch in diesem Fall für eine Zustimmung ein. Allerdings stellt der Vorschlag in den Augen der Bürger*innen bloß eine Insellösung dar,  - ein Gesamtkonzept fehlt, wie übrigens für die gesamte Brigittenau. Im gleichen Modus wird eine Abstimmung in der Heinzelmanngasse durchgeführt.

Fragwürdiger Abstimmungsprozess: Herr Derfler lädt via amtlichem Schreiben zur Teilnahme ein, und warnt gleichzeitig vor dem Anstieg des Verkehrs in den Nebenstraßen. Das sehen wir als Versuch an, den Abstimmungsprozess zu beeinflußen. Überdies scheint der Rahmen dieser Befragung so abgesteckt zu sein, dass verhältnismäßig weit mehr Menschen aus den Nebenstraßen befragt werden, als in der Othmargasse selbst wohnen (1:3?). Im Zusammenhang mit der ausgegebenen Warnung drängt sich die Vermutung auf, dass ablehnende Mehrheiten provoziert werden sollen.

Bemerkenswert ist auch, dass viele Bewohner*innen mit der Wohnadresse Othmargasse den Zugangscode zur Teilnahme an dieser Abstimmung nicht erhalten haben. Deshalb unsere Frage: Ist dieser Abstimmungsprozedere so konzipiert, dass direkte Anrainer*innen möglichst von der Abstimmung ausgeschlossen bleiben? Auf Nachfrage gab der zuständige Bezirksrat die Auskunft, dass es sich um einen eklatanten Fehler der Post handeln müsse. (In unserem Haus mit mehr als 30 Parteien wurde kein einziger Brief zugestellt!) Neue Recherchen haben ergeben: in der Othmargasse wurden nur 3 Häuser mit dem Befragungscode beliefert. Der Fehler soll Mitte August ausgebessert werden!

Unsere Bitte: wenn Sie in der Othmargasse/Heinzelmanngasse wohnen, und keinen Brief erhalten haben, fordern Sie bitte diesen beim Bezirk an, damit Sie Ihr Recht auf Teilhabe einlösen können!



Protest am Markt, 4.7.20

Unsere Protestveranstaltung am 4.7.20 begann mit einem Speakers Corner, aufgebaut auf das Platzmobil von PLATZ FÜR WIEN, die uns kräftig unterstützten. Es wurden - teils unter großer Betroffenheit –  "unerhörte" Briefe an den Bezirksvorsteher verlesen, gespickt mit vielen interessanten Informationen. (Der Bezirksvorsteher ist leider unserer Einladung nicht gefolgt...). Im Anschluß daran gelangte im 1. Platzparlament eine Resolution für eine Mobilitätswende Brigittenau zur Abstimmung und wurde dabei vielstimmig angenommen. Zwischen den Programmteilen ermunterten JOWA und Oli Moura mit ihren musikalischen Einlagen die Anwesenden auf der Agora. Auf ihrem Weg vom Rathaus zur Donauinsel legten dann noch die Radler von Xtinction eine kurze Pause am Hannovermarkt ein.

Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein sehr heißer Nachmittag, mit Temperaturen jenseits der 30 Grad, noch aufgeheizt vom schwarzen Asphalt und Blech der umstehenden Autos! Der Wunsch nach schattenspendenden Bäumen an diesem schönen Ort, der leider nur für Autos reserviert ist, bleibt hoffentlich keine Fiktion!

Unsere Forderung nach einer effizienten Verkehrsberuhigung rund um den Markt (FUZO) und einer Mobilitätswende für den 20. Bezirk werden wir weiterhin mit Nachdruck äußern. Vielleicht mit einem Speakers Corner vor dem Bezirksamt?

SA 4.7.20, Speakers Corner am Hannovermarkt, FEST

Viele Menschen im Bezirk schreiben Briefe an unseren Bezirksvorsteher, die aber nicht "erhört" werden. Jetzt habt Ihr die Möglichkeit, diese öffentlich vorzutragen und Euren Anliegen öffentliches Gehör zu verschaffen. Wir verwandeln den geschäftigen Parkplatz hinter dem Hannovermarkt in eine Agora, und tauschen unsere Meinungen aus.

Wir möchten noch vor dem Sommer ein kräftiges Zeichen für eine Verkehrsberuhigung im 20. Bezirk setzen. Es gärt an vielen Stellen (Brigittagasse, Kluckygasse, Hannovermarkt, Wallensteinstraße, Handelskai, Klosterneuburger Straße, etc.), weil die letzten 10 Jahre nichts gemacht wurde. Der Bezirk verändert sich, die Politik bleibt aber leider bei ihren alten Eisen. 

Ein Rahmenprogramm mit Platzmobil und Megafon, Picknick, musikalischer Untermalung, Pflanzentausch, etc. unterstreicht unsere Forderungen.  Start um 13.30! Macht mit!

23.6.20, Kreuzung Leipziger Platz, Klosterneub. Str

Bei strömenden Regen legten Aktivist*innen von "Geht doch Wien", der "Fahrradlobby" und den 20er*innen einen mobilen Zebrastreifen über die brandgefährliche Kreuzung. Die Autofahrer*innen haben es gerne respektiert. Jetzt fehlt nur noch ein Herz des Bezirkes für Kinder und Radler*innen, die hier täglich ohne Sicherung queren müssen.

19.6.20, Kluckygasse

Die Bürger*innen der Kluckygasse und die 20er*innen fordern Bäume für Ihre Straße. Obwohl im gesamten umliegenden Grätzel dieser Tage die Straßen aufgerissen werden, ist nicht an eine Begrünung gedacht! Ein weiterer Schildbürgerstreich unserer Bezirksvertretung, die hier - obwohl der 20. Bezirk überproportional von der Hitze betroffen ist – nicht die Gelegenheit ergreift, einfach bei offenem Boden Pflanzungen vorzunehmen. Stattdessen ist aus dem Bezirksamt immer wieder zu hören, dass es technische Gründe gäbe, die eine Pflanzung verhindern. 

Nicht die Bäume werden hier gepflanzt, sondern die Bürger*innen!


6.6.20, 1. Rad-Corso zum Hannovermarkt

Etwa 150-200 Menschen sind an diesem Tag durch den dichten Verkehr zum Hannovermarkt geradelt, und haben mehr Platz für die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer*innen gefordert. Sie haben damit gezeigt, welche tolle Atmosphäre vor Ort herrschen würde, wenn die Menschen nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rad, zu Fuß oder mit den Öffis kommen würden. Es war für uns alle ein großer Moment, zu sehen, welches Potential und welche Lebensqualität dieser Ort entwickelt, wenn einmal das tosende Getriebe des Autoverkehrs zum Stillstand kommt. Wir bedanken uns bei allen herzlich für das KOMMEN MIT DEM RAD. Besonders bei PLATZ FÜR WIEN und der RADLOBBY.

6.6.20, 1. Rad-Corso am Hannovermarkt

Am 6.6.20 um 11.30 zelebrieren wir das vorläufige Ende der Corona-Krise und zeigen, dass es uns auch noch gibt. Denn der Markt hat während der Krise noch mehr Menschen mit dem Auto angezogen, und die Bezirksvertretung hat die verstrichene Zeit nicht genutzt, um Maßnahmen für eine Verkehrsberuhigung setzen, obwohl dies im Herbst 2019 versprochen wurde. 

Unser Motto: Stoppt das Verkehrschaos am Hannovermarkt. Wir fordern die Einrichtung einer FUZO, sichere Querungen, die Einbeziehung der Tiefgarage in die Bewirtschaftung des Marktes, eine Neuorganisation des Zulieferverkehrs, eine direkte Anbindung an die Radrouten. Und Sofort-Maßnahmen, die das andauernde Kreisen von KFZ im Viertel verhindern.

20ER*INNEN AUF DIE STRASSE!


3.6.20, Petitionsausschuss

Am 3.6.20 um 16.20 stellen wir unsere Offene Petition "Mobilitätswende Brigittenau" im Petitionsausschuss im Wiener Rathaus vor. Wir haben zu diesem Anlass 5000 Flyer drucken lassen und im Bezirk verteilt. Darin werden die Versäumnisse in der Verkehrspolitik in den letzten Jahren aufgeführt. 

21.5.20, A.Stifter-Straße

Auf der Eisenbahnbrücke über der Adalbert-Stifterstraße haben wir kürzlich ein tolles Banner entdeckt...

An dieser vielbefahrenen Transitroute durch den Bezirk fehlt eine Radspur, die von den Bürger*innen schon seit vielen Jahren eingefordert wird. Zur Info: Seit 2011 wurde im Bezirk kein Meter Radweg mehr gebaut - kein Bezirk hat so wenig in die Radinfrastruktur investiert, wie der 20. Bezirk.

11.5.20, Postkarten-Serie

Unser erstes Sujet aus einer neuen Postkarten-Serie über den 20.Bezirk ist fertig. 

Zur Info: der 20.Bezirk gehört mit zu den Bezirken mit einem sehr großen Verkehrsflächenanteil, der vorwiegend für KFZ reserviert ist. Obwohl von 1000 Einwohner*innen nur 283 ein KFZ angemeldet haben (Stand 2019, abnehmend, und der drittniedrigste Wert in ganz Österreich), werden Fahrradwege, sichere Querungen, und mehr Platz für Fußgänger*innen konsequent verweigert. Fazit: der Bezirk macht Politik für ein Viertel der Bezirksbevölkerung, während die anderen drei Viertel leer ausgehen.

3.5.20, Pop-up Bike Lane

DIE 20ER*INNEN haben zusammen mit "Platz für Wien" für kurze Zeit einen geschützten Radstreifen auf der Adalbert-Stifter-Straße eingerichtet und die neue Infrastruktur gleich getestet - die Geschichte dazu auf Video

Zur Adalbert-Stifter-Straße ist noch anzumerken, dass diese seit 2003 "Hauptradverkehrsnetz in Planung" ist und bei einer Gesamtbreite von etwa 35 Metern mehr als genug Platz für sichere Radwege bieten würde. Auch der Bedarf ist gegeben, immerhin ist dies der direkte Weg zum Naherholungsgebiet Donauinsel und in den 21. Bezirk.

Leider versäumt es die Bezirksvertretung Brigittenau in diesen Zeiten, Platz für den unmotorisierten Verkehr zu schaffen. Nicht nur Fußgängerstraßen und temporären Begegnungszonen wurde eine Absage erteilt, auch temporäre geschützte Radstreifen auf Hauptstraßen sind in der Brigittenau kein Thema. Am Primat des Autos hält die Bezirksvertretung Brigittenau auch in Zeiten der Krise fest.

DIE20ER*INNEN fordern die Bezirksvertretung Brigittenau auf, auf Hauptstraßen im Bezirk temporäre geschützte Radstreifen einzurichten, jedenfalls aber im "Hauptradverkehrsnetz in Planung". Dies betrifft unter anderem: Jägerstraße zwischen Gaußplatz und Stromstraße, Wallensteinstraße, Dresdner Straße, Adalbert-Stifter-Straße zwischen Klosterneuburger Straße und Engerthstraße.

Begegnungszone im Mai

Die Mariahilferstraße des 20. Bezirkes. Herr Derfler hat seinen Bürger*innen eine Begegnungszone "beschert". Und damit bewiesen: es geht doch!! Nur blöd, dass an dieser Stelle am Rande des Bezirkes keine Menschen wohnen....

29.4.20 , Begegnungszone

Die 20er*innen fordern temporäre und dauerhafte Begegnungszonen im Bezirk, vor allem in den zentralstädtischen Räumen mit großer Wohndichte rund um die Wallensteinstraße: Brigittaplatz, Hannovermarkt, Brigittagasse, Universumstraße, etc., damit auch während der Corona-Krise der Abstand von einem Meter eingehalten werden kann. Der Bezirk zeigt sich um eine "Lösung bemüht".

19.3.20, Petition erfolgreich 

Die Anfang Februar eingereichte Petition für eine Mobilitätswende in der Brigittenau konnte innerhalb von 6 Wochen erfolgreich abgeschlossen werden, und das Ziel von 500 Unterschriften wurde erreicht. Wir warten nun auf die Einladung, unser Anliegen im Gemeinderat vorzustellen, und sind schon gespannt, wie die Reaktion der Bezirksverwaltung aussieht. 

https://www.wien.gv.at/Petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=ba08e4a33b774fb195339f8bc4db5bfb

20.2.10, 16:30 Bibliothek

Am 20.20.20 gingen die 20er*innen gemeinsam mit der Radlobby auf die Straße, um für Fahrradbügel vor der Bücherei in der Pappenheimgasse zu demonstrieren. Dies ist eine langjährige Forderung, die bisher vom Bezirk unerfüllt blieb, obwohl es hier nur um 2 Auto-Parkplätze ginge. Stattdessen könnten 20 Fahrrädabstellplätze errichtet werden.

Unser Aufkleber für unsere Aktion

Sa 19.10.19, 10.00
Komm zu Fuss zum Markt


Am Samstag den 19.10.19 treffen wir uns um 10.00 am Wallensteinplatz, um von dort gemeinsam zum  Hannovermarkt aufzubrechen. Ausgestattet mit Aufklebern (KOMM ZU FUSS ZUM MARKT) ziehen wir geschlossen zum Markt. Nach dem Verteilen von Flyern, Aufklebern, usw. entsteht zur Erinnerung noch ein großes Gruppenfoto an der Kreuzung Hannovergasse/Othmargasse (ca. 11.00). Wenn das Wetter paßt, geht es anschließend zu einem gemeinsamen Picknick auf die angrenzende Gemeindebauwiese, mit Kaffee und anderen Köstlichkeiten. 

Hintergrund: Aufgrund des ausufernden Verkehrs an Freitagen und Samstagen ist der Besuch des Marktes für Viele sehr stressig geworden. Es gibt einige Autofahrer*innen, die unbedingt bis zum Markt vorfahren wollen, obwohl dafür der Platz fehlt. Das Fehlverhalten der KFZ-Lenker*innen und brenzlige Situationen sind vorprogrammiert, für Kinder, Ältere und schwächere Verkehrsteilnehmer*innen wird das Einkaufen zu einem Spießrutenlauf mit gefährlichen und prekären Situationen. 

Es gibt dokumentierte Unfälle mit Personenschäden und noch mehr Malheurs mit Sachschäden. Wir wollen, dass der Markt wieder für die Fußgänger*innen, Anrainer*innen, Radfahrer*innen und die lokale Bevölkerung da ist, mehr Sicherheit und Ruhe herrschen, und die Aufenthaltsqualität im Umfeld verbessert wird.


Links zu sehen: Obwohl das Wetter frisch war, war die Stimmun hervorragend. Danke für das Zuf-Fuss-Kommen!


Unser Flugblatt zur FUZO im Bereich Hannoverg./Othmargasse

Verkehrsberuhigung am Hannovermarkt, 14.9.2019

Am 14.9. 2019 wurde die Othmargasse zwischen Hannovergasse und Jägerstraße ganztags gesperrt, um auf das Verkehrschaos rund um den Markt aufmerksam zu machen. Konkret wurde die Einrichtung einer Fußgängerzone gefordert, um das ewige Kreisen der Autos rund um den Markt zu unterbinden, und die Benutzung der Tiefgarage zu fördern. Beim Fest gab es verschiedene Aktionen: Bemalung der Straße, ein großer Grill für Mitgebrachtes vom Markt, Spiele auf der Straße, Musik und vor allem eine Diskussion mit Anrainer*innen und Expert*innen zum Thema Verkehrsberuhigung.

Für viele Anrainer*innen offenbarte gerade die gesperrte Straße das Potential dieses Ortes, viele genossen den schönen Tag auf der Straße und schlenderten stressfrei von ihrem zuhause zum Markt.


Vonseiten des Bezirkes und des Marktamtes wurde eingewendet, dass ein lokales Fahrverbot für Autos den Markt in seiner Existenz gefährden würde. Wir sehen diese Argumentation als reine Rhetorik an, mit der tatsächliche Veränderungen hintan gehalten werden sollen. Andere verkehrsberuhigte Zonen liefern den Beweis dafür, dass Geschäfte und Anrainer*innen davon profitieren können. Bestes Beispiel für einen Markt ohne Autoverkehr in Wien ist der Brunnenmarkt. Und dabei handelt es sich hier um einen der beliebtesten Märkte in Wien überhaupt.

18.9.19, Protest gegen ein Flugblatt des Bezirks

Anrainer*innen versammeln sich, um Ihren Unmut gegen ein manipulatives Flugblatt der amtierenden Bezirkspartei zum Ausdruck zu bringen.

Unsere Antwort auf das mißverständliche Flugblatt der regierenden Bezirkspartei.

Ein Hauch von Fake News

Zu unserem Anliegen wurden von offizieller Seite mißverständliche Informationen gestreut, um unser Projekt in ein falsches Licht zu rücken. Es wurde behauptet, dass bei unserem Vorschlag (s.FUZO am Kreuzungsbereich Othmargasse/Hannovergasse), die Anlieferung zum Markt nicht mehr möglich sei. Unser Plan, der dem Bezirk vorgestellt wurde, zeigt aber deutlich, dass die Anlieferung in weiten Teilen möglich ist, und in anderen Teilen - wie in FUZOs üblich, zeitlich beschränkt.

Als weiteres Schreckensszenario wurde die Reduktion von 250 Parkplätzen an die Wand gemalt. Im geplanten Bereich sind aber maximal 60-70 Parkplätze vorhanden, und dies auch nur dann, wenn man alle Schanigärten und Lieferzonen einrechnet. Durch eine Umorganisation der Stellflächen könnten sogar Stellplätze für Bewohner*innen wieder zurück gewonnen werden.

Die entscheidende Frage wird sein, wie der Bezirk auch in Zukunft mit dem gesteigerten Verkehrsaufkommen vor Ort umgeht. Eine Einbeziehung der Tiefgarage in die Bewirtschaftung des Marktes sehen wir als einen Teil der Lösung an. Dies wird aber nur funktionieren, wenn man die Zufahrt zum Markt unterbindet.

Da der Markt bestens an den öffentlichen Verkehr angebunden ist, können große Kundenschichten und auch viele Anrainer*innen, die auch jetzt schon eine wichtige Klientel des Marktes darstellen, umweltfreundlich versorgt werden.


14.9.2019, PROTESTFEST  

Das Protestfest am 14.9.2019 war die Auftakt-Veranstaltung, von der wir uns unter anderem eine Verkehrsberuhigung im Grätzel, eine vermehrte Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Leuten im Bezirk, und eine neue Form der Bürger*innen-Beteiligung versprachen. 

Unsere Forderungen wurden von der Bezirkverwaltung direkt abgelehnt. Allerdings wurden in der darauf folgenden Bezirksvertretungssitzung die Erarbeitung einer neuen Marktlogistik und das Ausloten von Verbesserungsmaßnahmen im umgebenden Verkehrsbereich beschlossen. Ergebnisse dazu soll es spätestens im Frühjahr 2020 geben.

Wir Bürger*innen fordern dazu einen Dialog. Wir wollen unsere Standpunkte einbringen können.

24.5.2015, Flüsterteppich


2013 startete die Initiative (damals noch die Bürgerinitiative Brigittenau) das Projekt "Flüsterteppich". Stein des Anstoßes war ein sehr grobes Steinpflaster auf der Jägerstraße, welches beim Befahren immens laute Rollgeräusche erzeugte. Direkt am Straßenrand konnten mehr als 80 Dezibel an Lautstärke gemessen werden. Besonders nachts, wenn etwa Taxis mit hoher Geschwindigkeit über das Pflaster sausten, war ein Durchschlafen unmöglich. Aber auch die Aufenthaltsqualität untertags war im angrenzenden Freiraum stark vermindert.
Mehrere Faktoren sprachen zuerst gegen Sanierungsmaßnahmen. So wollte der Bezirk abwarten, bis eine turnusmäßige Sanierung der Gleisanlagen erfolgt (etwa alle 15-30 Jahre). Auch über den Untergrund der Straße wurden vage Vermutungen angestellt, dass nämlich dort alte Fliegerbomben aus dem 2.ten Weltkrieg einer Sanierung im Wege stehen könnten. Nach 3 Jahren Diskussion, einer gelungenen Auftaktveranstaltung in Form von "Flüsterteppichen" auf der gesperrten Jägerstraße, einer an den Bezirksvorsteher überreichten Unterschriftsliste, und mehreren Flugblattaktionen im Bezirk war es dann 2016 soweit: die alten Pflaster wurden weggeräumt und der Abschnitt zwischen Wallensteinstraße und Pappenheimgasse mit einem neuen Belag versehen. An der Querung zur Othmargasse wurde eine Verkehrsinsel eingefügt, die insbesondere SchülerInnen ein sicheres Überschreiten der Jägerstraße ermöglichen sollte.
Insgesamt hat der neue Belag zu einer Verminderung der Lärmemission von ca. 15-20 Dezibel geführt, je nach Geschwindigkeit, Fahrzeuggröße, Gewicht, etc. wurde eine fühlbare Lärmminderung um ca. zwei Drittel erzielt.
Die angrenzenden Geschäftsleute waren großteils gegen die Veränderung, weil sie finanzielle Einbußen durch die Baustelle fürchteten. Aber die Arbeiten wurden im Sommer durchgeführt, und tangierten die Betriebe kaum. Im Gegenteil, während der Verkehr nicht mehr durchrollte, konnte eine Belebung des Abschnittes durch Fußgänger*innen beobachtet werden.
Leider wurden die Wünsche nach Tempo 30, einem Zebrastreifen an der Querung Othmargasse für die passierenden Schüler*innen der Greiseneckgergasse , und ein Fahrradstreifen auf der Jägerstraße nicht berücksichtigt. Auch die Engstellen im Trottoirbereich auf der rechten Seite stadteinwärts, im Blockbereich vor der Wallensteinsraße, konnten nicht behoben werden. Weitere Verbesserungsmaßnahmen sind also noch anzustreben...

2013 startete die Initiative (damals noch die Bürgerinitiative Brigittenau) das Projekt "Flüsterteppich". Stein des Anstoßes war ein sehr grobes Steinpflaster auf der Jägerstraße, welches beim Befahren immens laute Rollgeräusche erzeugte. Direkt am Straßenrand konnten mehr als 80 Dezibel an Lautstärke gemessen werden. Besonders nachts, wenn etwa Taxis mit hoher Geschwindigkeit über das Pflaster sausten, war ein Durchschlafen unmöglich. Aber auch die Aufenthaltsqualität untertags war im angrenzenden Freiraum stark vermindert.

Mehrere Faktoren sprachen zuerst gegen Sanierungsmaßnahmen. So wollte der Bezirk abwarten, bis eine turnusmäßige Sanierung der Gleisanlagen erfolgt (etwa alle 15-30 Jahre). Auch über den Untergrund der Straße wurden vage Vermutungen angestellt, dass nämlich dort alte Fliegerbomben aus dem 2.ten Weltkrieg einer Sanierung im Wege stehen könnten. Nach 3 Jahren Diskussion, einer gelungenen Auftaktveranstaltung in Form von "Flüsterteppichen" auf der gesperrten Jägerstraße, einer an den Bezirksvorsteher überreichten Unterschriftsliste, und mehreren Flugblattaktionen im Bezirk war es dann 2016 soweit: die alten Pflaster wurden weggeräumt und der Abschnitt zwischen Wallensteinstraße und Pappenheimgasse mit einem neuen Belag versehen. An der Querung zur Othmargasse wurde eine Verkehrsinsel eingefügt, die insbesondere SchülerInnen ein sicheres Überschreiten der Jägerstraße ermöglichen sollte.

Insgesamt hat der neue Belag zu einer Verminderung der Lärmemission von ca. 15-20 Dezibel geführt, je nach Geschwindigkeit, Fahrzeuggröße, Gewicht, etc. wurde eine fühlbare Lärmminderung um ca. zwei Drittel erzielt.

Die angrenzenden Geschäftsleute waren großteils gegen die Veränderung, weil sie finanzielle Einbußen durch die Baustelle fürchteten. Aber die Arbeiten wurden im Sommer durchgeführt, und tangierten die Betriebe kaum. Im Gegenteil, während der Verkehr nicht mehr durchrollte, konnte eine Belebung des Abschnittes durch Fußgänger*innen beobachtet werden.

Leider wurden die Wünsche nach Tempo 30, einem Zebrastreifen an der Querung Othmargasse für die passierenden Schüler*innen der Greiseneckgergasse , und ein Fahrradstreifen auf der Jägerstraße nicht berücksichtigt. Auch die Engstellen im Trottoirbereich auf der rechten Seite stadteinwärts, im Blockbereich vor der Wallensteinsraße, konnten nicht behoben werden. Weitere Verbesserungsmaßnahmen sind also noch anzustreben...